Saturn


Bis in die zweite Hälfte der siebziger Jahre wurde Saturn als einzigartiges Objekt seiner Art angesehen. 1977 wurde das Ringsystem des Uranus entdeckt und zwei Jahre später photographierte die Raumsonde Voyager 1 zum ersten Mal den Jupiterring. Nichtsdestoweniger bleibt Saturn eines der schönsten und bewundertsten Objekte im Kosmos.
Saturn gehört zu den großen Planeten und ähnelt dem Jupiter. Er ist überwiegend gasförmig und besteht vor allem aus Wasserstoff. Dem entspricht auch seine mittlere Dichte von 0,69 g/cm³, die niedrigste unter devn Planeten. Auch die Atmosphäre besteht vorwiegend aus Wasserstoff, aber mit anderen Beimengungen als sie bei Jupiter zu finden sind. Sehr auffallend ist die Abplattung des Planeten an den Polen, verursacht durch seine rasche Rotation (eine Umdrehung in 10 Stunden, 40 Minuten); der Durchmesser am Äquator beträgt 120.660 km, an den Polen 98.000 km.
Die Streifenstruktur ist auf Saturn weniger markant als auf Jupiter, und Details von Wolkenformationen als Ovale verschiedener Farben, braune und rote Flecken u. ä. zeigen sich auffallender erst nach einer Aufbereitung der photographischen Aufnahmen. Auf dem Saturn ist es kälter, an der Oberfläche der Wolkenschichten herrscht eine Temperatur von etwa -130°C. Das Verhältnis zwischen der aus dem Inneren des Planeten ausgestrahlten und der von der Sonne auftreffenden Energie beträgt jedoch 2:1 (beim Jupiter 1:1). Der größere Anteil an innerer Energie kann starke aufsteigende Strömungen verursachen und die Atmosphäre kräftig durchmischen. Die im Äquatorband beobachteten ungemein raschen Strömungen von bis zu 1800 km/h könnten damit zusammenhängen.
Am oberen Bild erkennt man links von der Planetenscheibe die Monde Tethys und Dione.
Saturn: Phänomen Wirbelsturm auf dem Planeten (Apr. 2004)
Saturnmonde: Mimas und Enceladus
Saturnmonde: Hyperion, Japetus und Phoebe
Juli 2004: Sonde Cassini erreicht den Saturn (Bilder und Graphiken)